Songwriting – Digital… oder doch Analog?

Nachdem mein Arzt meinte, dass es doch besser wäre wenn ich noch eine Woche auf dem Eisbeutel verbringe, habe ich etwas Zeit gefunden einen weiteren Gedanken in Worte zu fassen.
Ein Thema das mich schon seit langem begleitet und gleichermaßen beschäftigt: Songwriting.

Ich muss vorweg nehmen, dass ich mich nicht für besonders begabt im Texte schreiben halte. Da kommt meist völliger Quatsch bei raus, es wird eine Ballade oder gar beides. Und somit beschränke ich mich meist auf den instrumentalen Teil. Für mein Bandprojekt Supatrict www.supatrict.de habe ich bisher fast alles am Mac entwickelt.
Ihr fragt euch sicherlich: Wie schreibt man einen Song am Computer… Tippt man da die Noten in Word?

Nein, Apple Logic9 war hierbei mein bester Freund und vor allem mein Schatzmeister in Sachen Verwahrung. So viel Gutes geht verloren mit der Zeit, wenn man nicht darauf aufpasst.
Logic bietet mir die Möglichkeit alle Instrumente, die ich einem Stück verwenden möchte, über ein Interface direkt einzuspielen oder mittels Midi zu programmieren. Darauf möchte ich aber an dieser Stelle nicht weiter eingehen, da es hier um das Komponieren an sich geht.

Ich höre von vielen Mitmusikern, dass sie ihre Stücke solange im Kopf gestalten bis sie vollendet sind. Dann wird die Sache festgehalten. Ob auf Papier oder im Computer spielt hierbei vermutlich weniger eine Rolle. Bei mir ist das ähnlich, dennoch aber anders: Ich habe eine Idee wie etwas klingen könnte und eine weitere Vorstellung wie es weitergehen soll. Das bringe ich wenn möglich in Kombination und halte es direkt fest. Da ich keine Lust habe das ganze in Tabulaturen aufzumalen und da ich sowieso ein recht stark visuell geprägter Mensch bin – verspüre ich das Bedürfnis mein Werk zu hören, während ich es NICHT selber spiele.
Oft programmiere ich mir dazu dann ein Schlagzeug, spiele eine zweite Gitarre und den Bass ein.

Heute ist jedoch etwas ungewöhnliches passiert:
Vermutlich hängt es damit zusammen das mein Kopf voll mit Dingen ist die mich teilweise schon seit Jahren beschäftigen und eben manchmal zu ungewöhnlichem Verhalten führen 🙂

Ich habe heute einen Text (natürlich eine Ballade) mit einem echten Stift auf echtem Papier verfasst, anschließend Akkorde darüber gemalt und ich muss sagen: zur Abwechslung ein wirklich gutes Gefühl. Und auch wenn nichts brauchbares dabei entsteht, ist es für mich ein befreiendes Gefühl.
Besonders entspannt ist die Sache bei einem kühlen Blonden. In meinem Fall ist es allerdings so, dass ich mir das damit geschaffene wirklich besser nicht noch mal anhöre 🙂

In dem Sinne: Egal wie ihr es tut… Hauptsache ihr habt Spaß dabei!

Keep on rocking!

PG

Malte Neßlinger

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